Mein Hund II

Ich weiß noch genau die Stunde,

als du kamst in unsere Runde.

Schautest alle einzeln an.

 

"Diesen nehm´ ich", sagtest du dann.

Hochgenommen auf den Arm,

ach, bei dir war's so schön warm.

Der Geruch, der war mir neu

und ich dachte voller Scheu:

"Was kommt jetzt wohl auf dich zu?"

die Frage liess mir keine Ruh.

 

Ab ins Auto, schon ging´s los,

wohin komme ich denn nun bloß?

Bald war diese Fahrt vorbei,

mir war alles einerlei

Denn vor Angst konnt´ ich nur beben,

auf den Teppich ging der Segen.

 

Ins Körbchen setztest du mich nun,

sollte mich dort richtig ausruh´n

Neugierig sah ich mich um,

ach es war doch auch zu dumm.

 

Keiner war zum Spielen da,

und nun wurde es mir klar:

jetzt bist du doch ganz alleine

hört denn keiner, dass ich weine?

 

Dann kamst du in Zimmer rein,

sprachst ganz ruhig auf mich ein.

Mein ganzer Kummer war schnell verflogen,

sie waren weg nun meine Sorgen.

 

Es war als hätte ich geträumt,

nun hatte ich einen großen Freund.

 

Viele Jahre sind wir nun zusammen,

gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen.

Meine Beine wollen heut oft nicht mehr,

das Laufen fällt mir gar oft schwer.

 

Ich will es nun doch einmal wagen

und es dir hier ganz offen sagen:

Wenn mein Herz mal nicht mehr schlägt,

großer Kummer dich bewegt.

Einen Trost in deinem Leid:

sie war schön mit dir, die Zeit!

 

Denke dann in stillen Stunden,

wieviel Liebe uns verbunden.

Einer war für den andern da

und zudem wars immmer klar:

 

Eine Liebe, rein wie das Licht,

Mein Herz das schlug doch nur für Dich

 

Dein Hund!